Warum Coaching die Gesundheit fördert und die Resilienz stärkt

 

 

Gute Coaches sind wichtig, auch wenn Sie es sich noch nicht vorstellen können! Denn Coaching ist gesundheitsfördernd, und nicht nur das!

 

Coaching ist keine Therapie, das ist wichtig zu wissen. Auch befindet sich diese Dienstleistung außerhalb der Heilkunde. Es geht also nicht darum, einen Menschen zu heilen. Das ist die Aufgabe des Gesundheitswesens.

Doch so manch ein Coaching hat schon bei dem einen oder der anderen Klientin verhindert, dass sich Belastungsstörungen manifestierten. Warum? Betrachten wir uns die Gesundheitsdefinition der WHO.

 

 

 

Was ist Gesundheit? Nietzsche's Benchmark ausgeschlossen!

Der Mensch redet oft darüber. Aber was genau ist das? Bevor Sie nun weiterlesen, überlegen Sie, was Sie darunter verstehen? Wann kann der Mensch von sich behaupten, ‚gesund‘ zu sein? 

 

Nach dem Philosophen Friedrich Nietzsche ist Gesundheit „… dasjenige Maß an Krankheit, das es mir noch erlaubt, meinen wesentlichen Beschäftigungen nachzugehen.“

 

 Ein solch niedrige Messlatte anzulegen ist für den modernen Menschen nicht mehr denkbar - obgleich viele so leben. Das deutsche Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie legte 1996  folgende  Definition fest: „Gesundheit wird als mehrdimensionales Phänomen verstanden und reicht über den ‚Zustand der Abwesenheit von Krankheit‘ hinaus.“  

 

 

Die Gesundheit betrifft die körperliche, die geistige und soziale Ebene

 Die Weltgesundheitsorganisation, WHO sagt hierzu noch mehr, nämlich, dass die Gesundheit des Menschen „ein Zustand des vollständigen körperlich, geistig und sozialen Wohlergehens (ist) und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“ Die Gesundheit betrifft also die körperliche, die geistige und die soziale Ebene gleichermaßen. 

Resilienz - wichtig für uns alle

Resilienz in der Gesundheitsvorsorge sehr wichtig, im privaten Bereich als auch im Arbeitsumfeld. In einer Zeit der steigenden psychischen Belastungsstörungen wird zusehends mehr darauf geachtet. Was ist das? Ganz allgemein kommt dieses Wort aus der mechanischen Lehre und beschreibt die Toleranz eines Systems.  Das Wort selbst kommt aus dem lateinischen ,resilire‘ und bedeutet  zurückspringen, abprallen, zu deutsch in etwa ,widerstandsfähig’. Resilienz ist die Fähigkeit eines Systems, mit Veränderungen umgehen zu können. Ein anschauliches, wenn gleich auch sehr banales Beispiel für Resilienz  ist die Fähigkeit eines Stehaufmännchens. Es kann sich aus jeder beliebigen Lage wieder aufrichten und kehrt nach einer Störung immer wieder zum „Grundzustand“ zurück, indem es sich wieder einpendelt. Vielleicht gehören Sie auch zu diesen Menschen, die immer wieder aufstehen. Doch aufgepasst, manchmal wird es auch den Stehaufmännchen zu viel.

 

Die Selbstregulation als Folge der Selbstreflexion

Ein eng verwandter Begriff zur Resilienz ist die ,Selbstregulation’. Selbstregulation bedeutet das Verändern der eigenen Gedanken, Gefühle, Motive und Handlungen aufgrund von Selbstreflexion und darauf folgender Entscheidung. Es erfordert das Wahrnehmen der eigenen Fähigkeiten zum Ändern und dem zielgerichteten Anwendungen dieser. Diese Selbstregulation ist ein wichtiges Ziel im Coaching selbst.

 

In diesem Zusammenhang ist die Volition ein nächster Begriff, den ich hier erklären möchte und dessen Bedeutung für Sie liebe Leserin und Leser sicherlich sehr schnell klar wird, vor allem, wenn Sie zu jenen Menschen gehören, die Ziele durch zielgerichtetes Handeln erreichen sollen.

 

Volition als Voraussetzung der Zielerreichung

Die Volition ist die bewusste, willentliche Umsetzung von Zielen und Motiven in Resultate und zwar durch zielgerichtetes Handeln. Das ist ein Prozess der Selbststeuerung und er erfordert die Überwindung von Handlungsbarrieren durch Willenskraft. Diese Willenskraft ist uns allen bekannt, vor allem dann, wenn sie uns fehlt, wenn wir müde, antriebs- und motivationslos sind. Die Volition spielt in Führungsfragen eine wichtige Rolle, denn dort müssen strategische Ziele nicht nur auf die operationale Ebene herunter gebrochen, sondern am Ende des Tages auch erreicht werden.

 

Der Gegenspieler der Selbstregulation und Volition: STRESS

Stress wirkt sich sofort auf unseren geistigen, emotionalen und körperlichen Zustand und beeinflusst damit unser gesamtes Wohlbefinden, unser Lebensgefühl eben. Die negativen und belastenden Emotionen wirken störend auf den Herzrhythmus und das vegetative Nervensystem. So entsteht eine Inkohärenz, bzw. Disharmonie die auf der körperlichen Ebene zum einen bewirkt, dass sich die Blutgefäße verengen, der Blutdruck steigt, so dass es bei andauerndem belastenden Zustand zu Bluthochdruck kommen kann, und sich dadurch das Risiko für Schlaganfälle und Herzerkrankungen erhöht. 

 

Zum anderen bewirkt die Produktion von Stresshormonen wie Kortisol, dass gleichzeitig der DHEA (Wohfühlhormon)-Spiegel sinkt, der aber ein wichtiger Mitspieler für ein gesundes Immunsystem ist. Wenn Stresshormone im Blut sind, ist der Mensch biologisch auf Flucht programmiert und alle Funktionen die er für ein gesundes ausgeglichenes Leben benötigt, laufen auf Sparflamme. Das ist auch der Grund, warum nicht nur das Sprachzentrum bei Stresssituationen nicht funktioniert sondern unsere Denkfähigkeit als auch die Kreativität sind eingeschränkt. Jedoch ist für eine wirkungsvolle Volition die Vorstellungskraft, die Imagination, eine wichtige Voraussetzung. Wenn sich der Mensch zum Beispiel nicht (mehr) vorstellen kann, wie das Zielergebnis aussehen soll bzw. welche alternativen Wege bei Prozessabweichungen zu gehen sind,   so wird fast jedes Projekt am Ende scheitern. Die gesamte Kraft, die der Mensch dann eingesetzt hat,  verpufft, da sie weder fokussiert noch entsprechend kanalisiert werden konnte - eben mangels klarer Vorstellung und Denkfähigkeit. 

 

Eingeschränktes Denken und emotionale Ausbrüche - Bekannt in Stadt und Land - vor allem aber in Unternehmen

Geistig führt anhaltender Stress dazu, dass das Denken eingeschränkt wird, der Mensch ist schließlich auf Flucht und Gefahr programmiert. Mit dieser hormonellen Mischung im Blut können Sie schwerlich den Nobelpreis bekommen, d h. klares oder lösungsorientiertes Denken fällt extrem schwer. Menschen funktionieren dann nur noch auf Basis von alten Überlebensprogrammen. Somit werden Fehler gemacht, Gefühle der Unzulänglichkeit im Beruf und im privaten Leben stellen sich ein, was zur weiteren Steigerung des Stressempfindens führt. Eine Abwährtsspirale beginnt. Sie kennen das vielleicht.

 

Aufgrund mentaler Überlastung neigt der Mensch dann nicht selten zu unkontrollierten emotionalen Ausbrüchen. Letztendlich stellt sich das Gefühl der Fremdsteuerung ein und der Betroffene hat das Gefühl, keinen Abstand mehr zu den belastenden Ereignissen zu haben, so dass er sich schließlich völlig mit ihnen identifiziert. Immer wieder die gleichen Gedanken und inneren Dialoge drehen sich im Kreise begleitet von Gefühlen, wie Angst, Hoffnungslosigkeit, gehetzt und fremdbestimmt zu sein etc. Von Lebensfreude ist dann keine Spur mehr.

 

Life & Business Coaching stärkt den Menschen durch zahlreiche Interventionen

Der Mensch gerät so in Spannungszustände, die gerade im Life und Business Coaching durch bestimmte Interventionen aufgelöst werden. Allgemein wirken strukturiertes und analytisches (z. B. bei Karrierplanung, Zeimanagement o. ä.) als auch kreatives, rezeptives und intuitives Vorgehen (bei Sinnfindung, Blockadenlösung etc.) je nach Gegebenheit und Aufgabenstellung wegweisend. Manchmal ist es auch sehr hilfreich für den Coachee, psychologische Profile einzusetzen.

 

Schaut man sich das Ziel des Coachings an, welches die Förderung der Selbstreflexion und die Selbststeuerung betrifft, so versteht man auch die zunehmende Wichtigkeit eines Coachings.  Ziel ist die Förderung der Selbstreflexion sowie das Erreichen der selbstgesteuerten Verbesserung der Wahrnehmung, des Erlebens und Verhaltens des Coachee bzw. Klienten. Durch die gemeinsame Arbeit soll der Klient an Klarheit, Handlungs- und Bewältigungskompetenz gewinnen. Coaching ist eine handlungsorientierte hilfreiche Interaktion. Durch das Coaching sollen Veränderungs- und Selbsterkenntnisprozesse ermöglicht werden. 

 

Das humanistische Menschenbild, nämlich die  zentrale Auffassung, dass jeder Mensch bereits über alle Ressourcen verfügt, die er benötigt, um seine Anliegen zu lösen, trägt obendrein dazu bei, dass durch die Findung der eigenen Ressourcen und Lösungen das Selbstwertgefühl gesteigert wird, und somit das Gefühl der Selbstwirksamkeit gestärkt wird. Und dieses ist für die Volition und Resilienz extrem wichtig.  

 

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Die Bereiche der Gesundheit werden im Coaching alle bedient

Zu guter Letzt möchte ich noch auf die Bereiche der Gesundheit eingehen. Diese betreffen laut WHO nun die körperliche, die geistige und die soziale Ebene. Das sind genau jene Bereiche, mit denen sich auch das Coaching beschäftigt. Sie mögen nun wahrscheinlich monieren und sagen, die körperlich wäre nicht involviert. Da  darf ich Sie belehren, denn erstens gibt es viele Coaches - auch ich - die Stressbewältigungscoachings anbieten, und da werden gerade die Atmung, diverse Entspannungsübungen neben all den kognitiven Methoden eingesetzt, die zuallererst die körperliche Ebene involviert. Außerdem, auch wenn wir Coaches nur kognitive Methoden einsetzen würden, so wird sich dies, wenn diese dann greifen, auch auf den Körper auswirken. Denn Hoffnung und Zuversicht hat noch keinem geschadet, sondern stets den Menschen gestärkt. Und jetzt mögen Sie mich fragen, was denn nun mit der sozialen Ebene sei. Naja, das ist doch ganz klar, ein zufriedener Mensch, der sich selbst wieder als selbstbestimmtes und zufriedenes Mitglied in der Gesellschaft wahrnimmt, hat meist keine Probleme mit seinem sozialen Umfeld und umgekehrt.

 

Fazit: Coaching ist gesundheitsfördernd. Und deshalb sind gute Coaches wichtig.

In Anlehnung an AuditiveCoaching© - Eine Einführung

© Martina M. Schuster


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Kommentare: 2
  • #1

    stefan (Dienstag, 24 Juli 2018 21:19)

    Ich bin selbst Coach und freue mich sehr über Ihren Artikel. Vielen Dank dafür �

  • #2

    user internet (Mittwoch, 08 August 2018 08:45)

    Als ich mein erstes Coaching hatte, das war vor einigen Jahren bei einem Business Coach, war ich mehr als überrascht von der Wirkungslosigkeit. Ich kannte das Honorar und zahlte, die Leistung allerdings war Schema-F und ich wusste nicht mehr als vorher. Das war enttäuschend. Ein IHK-Zertifikat ist kein Garant für Professionalität, dachte ich mir. Jetzt hatte ich wieder eines und war begeistert und kann bei diesem sagen, dass es definitiv meine Gesundheit gestärkt hat, und zwar nachhaltig. Prinzipiell ist es richtig, dass Coaching die Gesundheit stärkt, jedoch muss man schon schauen, bei wem man landet. Expertise, Wissen und auch der Hintergrund des Coaches ist genauso entscheidend wie das Einfühlungsvermögen. Daher Herkunft, also was hat er/sie beruflich bisher gemacht, also auch Erfahrungen abklären. Unbedingt auch ein Vorgespräch führen. Ein 'ich kenne Dein Leiden' reicht nicht und langweilt mich mittlerweile sehr. Der Artikel selbst gefällt mir und kann die Wirkung eines GUTEN Coachings absolut bestätigen. Merci!

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